DVD rettet psychedelische Kunstform!
Ein typisches kreatives Produkt der sechziger Jahre ist die Liquid Lightshow, eine Lichtschau basiert auf Flüssigkeitsprojektionen. Dabei werden farbige Flüssigkeiten in Dias durch die Hitze einer Projektorlampe so erheizt, dass sie sich ausdehnen und sprudeln, was ein ständig bewegendes, abstraktes und vielfarbiges Lichtbild ergibt.
Die Flüssigkeitsprojektion wurde besonders populär als Hintergrund bei Konzerten von Gruppen wie Jefferson Airplane, The Doors und vor allem Pink Floyd, die hierzu ihre eigenen Lichtkünstler einstellten. Die kaleidoskopischen Bilder, die scheinbar im Takt der Musik pulsierten, verliehen der Belebung ihrer Vorführungen eine extra Dimension. Schon bald hatte jede sich selbst schätzende Popgruppe Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre eine Liquid Lightshow und das Phänomen verbreitete sich bis in Diskotheken, Theater und Jugendklubs. Es bildete die Grundlage für die gegenwärtige Lichtschau von Rockbands.
Aus verschiedenen Gründen geriet diese psychedelische Kunstform in Vergessenheit. Für eine gute Liquid Lightshow war eine enorme Anzahl von Projektoren, Farbstoffe und Materialen notwendig. Zudem war sie sehr arbeitsintensiv: jedes Dia wurde direkt vor Ort mit der Hand hergestellt. Außerdem war es eine sehr schnell lebige Kunstform: die Dias konnten nur einmal benutzt werden. Jeder Schau war ein einmaliges, einzigartiges Geschehen, deshalb blieb nur wenig davon bewahrt. Im Laufe der Zeit sind auch viele Kenntnisse verloren gegangen, die Lichtschaukünstler sind alt geworden. Die Projektoren abgenutzt und die benötigten Unterteile und Flüssigkeiten kaum noch zu erhalten.
Damit diese einzigartige Kunstform aus den sechziger Jahren doch für zukünftige Generationen behalten bleibt, haben zwei holländische Künstler eine Lösung gefunden.
Ed Visser und Arno Rollenberg geben die Liquid Lightshows auf DVD heraus. Die Liquidlight DVD ist das fehlende Glied zwischen den kreativen Jahren der Sechziger und der gegenwärtigen modernen Zeit.
Die Liquid Lightshow: von Diaprojektor bis DVD
Ed Visser kam zum ersten Mal mit einer Liquid Lightshow in Berührung bei einem Pink Floyd Konzert, am Himmelfahrtstag 23. Mai 1968 in dem kleinen Saal des katholischen Volksvereins in Zaandam, in den Niederlanden. Ein „Sinnestäuschendes“ Erlebnis, mit dem sein Interesse für diese Kunstform erwacht war.
Arno Rollenberg kam etwas später mit ihr in Kontakt, auf einem Fest 1985. Er war sofort so fasziniert, dass er die von seiner Großmutter geerbten 5000 Gulden benutzte um die Hälfte der Wonderland Lightshow zu kaufen, damals eine von den wenigen noch aktiven Lightshows in Holland. Damit trat er auf Houseparties auf, bis dort der Computer VJ erschien und er seine Apparatur wieder verkaufte.
Als Ed und Arno im Sommer von 2007 – vierzig Jahre nach den Summer of Love – bemerkten dass es viele Interessen für allerlei psychedelische Kunstformen gab, außer der Liquid Lightshow, fingen sie an darüber nach zudenken wie sie die Aufmerksamkeit wieder auf sie lenken könnten. Sie stellten Untersuchungen an, bemühten sich einige alten Projektoren wieder zu finden so wie alle sonstige benötigte Materialen und wie Flüssigkeiten. Sie wurden unterrichtet und beraten von den Wonderland Lightshow Künstler und sammelten selbst neue Erfahrungen mit verschiedenen Vorführungen. Im Studio von Ed stellten sie Projektoren auf, machten viele Flüssigkeitsdias und nahmen die projektierte Bilder auf. Diese Aufnahmen bearbeiteten sie auf dem Apple Computer mit der modernsten Software zu einer faszinierenden Produktion:
Die Kunst der Liquid Light auf DVD!
Eine instand Farbenfontäne
Die Liquidlight DVD ist einfach im Haus zu verwenden. Fast jeder Haushalt verfügt heutzutage über einen DVD Spieler, meistens verbunden mit einem großen Bildschirm. Und auch der Beamer ist in vielen Wohnzimmern keine Seltenheit mehr.
Farben sind nicht nur physikalische Wellenlängen, sondern auch individuelle Wahrnehmungen verbunden mit Gefühlen und Emotionen. Mit der Liquidlight DVD erschafft man in jedem Raum innerhalb kurzer Zeit eine gemütliche Atmosphäre. Es ist erstaunlich wie gut die Lichtbilder zu jeder persönlichen Musikwahl passen, von Pop bis Klassik.
Die Liquidlight DVD ist für Jung und Alt, Besucher von Konzerten, Popfestivals, Bahnhöfe, Wartezimmer, Flughäfen, Einkaufszentren, Stillezentren und Meditationsräume geeignet.
Für DJs, VJs, Musiker und andere Kreativen bietet die Liquidlight DVD eine ausgezeichnete Möglichkeit selber etwas zu schöpfen.
Die Kunst der Liquid Light auf DVD! ist ein Projekt von:
Arno Rollenberg, bildender Künstler.
Veranstalter von Multimedien Manifestationen in den Niederlanden.
Von 1986 bis 1994 tätig mit The Northern Lightshow, Vorführungen in Klubs im Innen- und Ausland, wie The Roxy in Amsterdam und Die Fabrik in Hamburg. Als bildender Künstler aktiv in verschiedenen Disziplinen, u.a. keramische Objekte und Computeranimation.
Ed Visser, Graphiker.
Ende sechziger Jahre Gründer von Provadya Zaandam, Klub für kulturelle Experimente. Produzent des Dokumentarfilm über die Hem Brücke bei Amsterdam, Europas größte Drehbrücke. Entwerfer von graphischen Projekten. Verwalter der Paradiso Plakat Sammlung.
Erfinder von und ‘unterwegs‘ mit der mobilen Siebdruckerei: www.blackbox1.nl